Heinz Urban, geboren am 15.01.1925 stammt aus einer traditionell sozialdemokratischen Familie. Er war das jüngste von 8 Geschwistern. Sowohl sein Großvater und Vater, als auch seine Brüder wurden von den Nationalsozialisten wegen ihrer sozialdemokratischen Gesinnung politisch verfolgt. Bereits 1941, im Alter von gerade erst 16 Jahren, meldete er sich zur Handelmarine, um sich den Kriegsdienst zu entziehen. Kurze Zeit später jedoch wurde die Handelsmarine der Kriegsmarine unterstellt. Im Jahre 1943 war der Kriegsdienst für ihn beendet, als das Schiff, auf dem er seinen Dienst verrichtete, im Ärmelkanal torpediert wurde und sank. Als einer der Überlebenden konnte er sich schwerverletzt an Land retten und kam zunächst in ein Lazarett und anschließend in russische Kriegsgefangenschaft. Nach der Kapitulation Deutschlands flüchtete er aus der Gefangenschaft und kehrte in seine Heimatstadt Gelsenkirchen zurück. Hier schloß er sich sofort wieder der nun glücklicherweise nicht mehr verbotenen SPD und der SJD-Die Falken an. Er beendete eine Lehre als Maschinenschlosser und wurde aktives Mitglied der IG Metall.

Am 15.01.1955 gründete er, als damaliger Falken-Unterbezirksvorsitzende gemeinsam mit weiteren Falken-Vorstandsmitgliedern und Ortsverbandsleitern den "Verein Falkenjugend Gelsenkirchen" - heute "Bauverein Falkenjugend Gelsenkirchen e.V.", der in den kommenden Jahren acht große Jugendzentren im gesamten Stadtgebiet realisierte.

Aufgrund seines sozialen und politischen Engagements wurde Heinz Urban 1974 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

Heinz Urban starb unerwartet am 15.6.1977.